Osnabrück, 24.04.2022, von N. Kramer

Bombenräumung Osnabrück

Man könnte fast von Routine sprechen, was die wiederkehrenden Einsätze rund um das Thema Bombenräumungen angeht, doch manchmal läuft es dann doch anders als gewünscht.

Fotos: M. Schott/THW Osnabrück

An diesem Sonntag stand wieder eine Evakuierungsmaßnahme in der Stadt Osnabrück an. Wir unterstützten mit 20 Helfern und unserm Krad. Hier die Pressemitteilung des THW OV Osnabrück:

Bombenräumung in der Osnabrücker Gartlage

Osnabrück. Bombenräumung in Osnabrück – erprobte Abläufe und ein bekanntes Terrain ließen hoffen, dass der heutige Einsatzauftrag für die Osnabrücker Rettungskräfte zügig abgeschlossen werden kann. Doch einmal mehr bewahrheitete sich der Satz: „nichts ist veränderlicher als die Lage!“

Um 6:00 Uhr in der Früh machten sich die ersten Einsatzkräfte auf den Weg in den Bereitstellungsraum, um dort die Verpflegungsstelle für die Kräfte der Evakuierung- und Führungsstellen aufzubauen. Hier erhielten die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer ihre Verpflegungstüten und aßen zu Mittag.

Nach und nach sammelten sich die Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW auf dem Gelände der Stadtwerke, wo die einzelnen Einheiten am Meldekopf erfasst wurden. Zur Unterstützung der Osnabrücker THW-Kräfte waren die Ortsverbände Cloppenburg (Trupp UL / Drohne), Quakenbrück, Bad Essen und Melle angerückt, so dass in Summe 125 Kräfte des THW im Einsatz waren.

Nach der Zuteilung der Evakuierungsbereiche begann mit der Bestätigung der stehenden Absperrung des Gebietes die Kontrolle der Bereiche zu Fuß, mit Krad / Quad und aus der Luft mittels Drohnen der Stadt, der Kreisfeuerwehr und des THW.

Eigentlich sollte der Evakuierungsbereich bis 09:00 Uhr verlassen worden sein. Doch die Einsatzkräfte trafen an vielen Stellen auf Bewohner und mussten sie auffordern das Gebiet zu verlassen. Zusätzlich sorgte das gute Wetter für eine weitere Gruppe von zu evakuierenden: Spaziergänger, die sich auf den vielen verwinkelten Gassen und Gehwegen befanden, wurden ebenfalls angesprochen und aus dem Bereich geschickt.

Mit Feststellung der Sicherheit begann auch die Zeit des Wartens bzw. des Aufbruchs. Bis auf eine Bergungsgruppe sowie die Führungsstelle des THW konnten alle Kräfte des THW in den wohlverdienten Feierabend starten.

Die Rückmeldung des Sprengmeisters um 15:00 Uhr lies dann alle Hoffnungen auf ein rasches Ende platzen: der aufgefundene Blindgänger verfügte über einen Langzeitzünder, wodurch eine Sprengung nebst vorbereitenden Maßnahmen wie dem Füllen einer Wasserblase notwendig wurde.

Nachdem die Sprengung und anschließende Kontrolle erfolgte konnten die 11.500 Evakuierten wieder zurück in ihre Häuser und Wohnungen und die Einsatzkräfte des THW in den Feierabend.

Während wir auf Information vom Sprengmeister warteten, haben wir uns vom langjährigen Verantwortlichen für die Osnabrücker Bombenräumungen Jürgen Wiethäuper verabschiedet, da es für ihn die letzte Maßnahme war, die er begleitet hat. Vertreter des THW OV Osnabrück überreichten ihm zur Erinnerung einen Nachbau des Rundhaubers nebst originalgetreuer Beschriftung und passenden Sperrschildern im Maßstab 1:87.

Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit und wünschen dir alles Gute für deinen Ruhestand Jürgen!


  • Fotos: M. Schott/THW Osnabrück

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