11.11.2012, von Anselm Dutschek

Osnabrück - Bombenräumung in der Hasestadt

Rund 30 Helfer aus Bad Essen im Einsatz

Einsatzbesprechung

Der THW-Ortsverband Bad Essen war am vergangenen Sonntag erneut zur Hilfeleistung  bei der Bombenräumung in der Stadt Osnabrück eingesetzt. Mit rund 30 THW-Helfern war der hiesige Ortsverband  ab 8 Uhr in der Hasestadt im Einsatzraum präsent.

Vorrangige Aufgabe der THW-Helfer war es, gemeinsam im Team mit Beamten der Bereitschaftspolizei die Häuser im Schutzbereich zu überprüfen, ob tatsächlich alle Einwohner der Evakuierungsanordnung der Stadt Osnabrück gefolgt waren.

Unter der Leitung von THW-Zugführer Nils Kramer wurden Kleingruppen gebildet, die die einzelnen

Straßenzüge überprüften. Tatsächlich wurden Bewohner vorgefunden, die entweder als „Langschläfer“  oder aus Unkenntnis dem Aufruf der Stadt nicht gefolgt waren.  Gehbehinderte  und Pflegefälle wurden vom Transportdienst der Sanitätsorganisationen abgeholt.  Die Bad Essener THW-Helfer konnten sehr gut mit den Polizeibeamten der Hundertschaft aus Hannover im Einsatzgebiet zusammenarbeiten.

Pünktlich zu 13 Uhr konnte Zugführer Nils Kramer der Einsatzleitung melden, dass das übertragene Stadtgebiet westlich der Iburger Straße von Bewohnern vollständig geräumt war.

Es gab auch einige wenige Zwischenfälle, etwa weil die Bewohner sich zunächst weigerten, den Anordnungen folge zu leisten.  Das jedoch eine Bombenentschärfung kein „Kinderspiel“ ist, wurde beispielsweise erst vor Monaten in München sichtbar, als dies an Ort und Stelle, also mitten im Stadtgebiet detonierte. Die Folgen waren gravierend. Die weitaus größte Anzahl der Bewohner hatte allerdings Einsicht, wenngleich die Evakuierung auch erhebliche Einschränkungen der Sonntagsruhe mit sich brachte.

Ein Teil der THW-Helfer konnte dann anschließend die Heimfahrt antreten, während die Fachkomponente „Beleuchtung“ mit einer Stammbesatzung vor Ort blieb. Es war ja zu dem Zeitpunkt nicht vorhersehbar, ob und in welcher Zeitspanne die Entschärfung der Weltkriegsbomben möglich sein sollte. Falls daraus ein Nachteinsatz geworden wäre, so hätten die Bad Essener THW-Helfer  für die Ausleuchtung des engeren Gefahrenbereiches gesorgt. Auch ein großes fahrbares Notstromaggregat stand für den Notfall zur Verfügung. Diese Gerätschaften kamen jedoch erfreulicherweise nicht mehr zum Einsatz, da die Entschärfung der zwei Bomben mit Aufschlagzünder am zeitigen Nachmittag klappte. THW-Ortsbeauftragter Daniel Güntner zeigte sich erfreut von der Einsatzbereitschaft seiner Helfer.

 

Text und Bild: E. Grönemeyer


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